Sonntag, 28. April 2013

"K.i.ste" kreativ



Ich muss euch in einen schönen Steinbruch entführen.

"K.i.ste" steht für die Veranstaltung Keramik im Steinbruch und findet alle 2 Jahre im ehemaligen Steinbruch in Oberpullendorf im Mittelburgenland statt. So auch dieses Wochenende.

innige Zweisamkeit

erdige Weiblichkeit

... mal drei


Keramiker stellen ihre Werke aus

Eine Gruppe der Keramikschule aus dem benachbarten Töpferdorf Stoob probiert etwas Besonderes aus:

ein Papierofen, in dem Töpferware gebrannt wird

Zuerst schlichten sie die getöpferten Kunstwerke auf, rundherum kommen massive Holzbretter und ein Metallgitter, außen drumherum eine Abdichtung aus einfachem Zeitungspapier, das in flüssige Tonmasse ("Schlicker") getränkt wird. Diese Außenhaut muss während des Brennens, wo im Inneren doch mind. 1000°C erreicht werden, ständig erneuert und feucht gehalten werden.



warten

Nach der Brennzeit wird der Papierofen luftdicht abgedichtet, dass das Feuer ausgehen und die Konstruktion über Nacht abkühlen kann. Um zu den fertigen Kunstwerken im Inneren zu gelangen, muss sie (vorsichtig) zerstört werden. Leider 1 Tag später, daher keine Bilder...



nocheinmal üppige erdige mythische Weiblichkeit,
von der Keramikerin Barbora Oberenzer kreiert

Schön, gell?



Samstag, 20. April 2013

Frühling im Wald und ein Brennesselrisotto

Ich war heute im Wienerwald unterwegs. Es grünt schon kräftig, leider hat mich die Sonne im Stich gelassen.

Buschwindröschen-Teppiche
seltene Begegnung

Meine gesammelte Ausbeute aus dem Wald wanderte später in ein feines frühlingshaftes Essen (keine Angst, ich habe den Salamander in Ruhe seines Wegs gehen lassen...).
Ich habe Brennessel, wilden Schnittlauch und Bärlauch gepflückt; die jungen Nesseln brennen nur ein kleines bisschen und man kann sie noch ohne Handschuhe nehmen.

Brennessel-Risotto


schöne frische junge Brennessel-Triebe

Ein(en) Risotto wie gewohnt bereiten.
Ich habe etwas Lauch in Olivenöl angegart, dann den Risottoreis (Grundrezept pro Person 100 g), Thymian, wenig Salz dazu, mit einem guten Schuss Weißwein aufgießen und unter Rühren immer wieder heiße Suppe zugegeben. Außerdem durfte ein Stück Parmesanrinde mitkochen.

Die Brennessel-Triebe (Blätter samt zarten Stielen) habe ich ganz kurz blanchiert und in kaltem Wasser abgeschreckt, dann grob geschnitten.
Das Grün dem fertigen Risotto beifügen, abgeriebene Schale von einer Bio-Zitrone unterrühren und noch etwas ziehen lassen.
Dazu gab es rasch gebratenes Welsfilet.

Das Risotto schmeckte sehr frisch und frühlingshaft leicht. Ein leichter spritziger Weißwein passte gut dazu...

Frühling auf dem Teller



In Apulien (Süditalien) tragen die Wälder natürlich bereits satteres Grün, wie wir vor einer guten Woche bei einer schönen Wanderung genießen durften:

Naturschutzgebiet "Le Cesine" auf der Halbinsel Salento im Süden Apuliens

Wald und Lagune

auch eine der seltenen Begegnungen - sind die beiden nicht süß...



Freitag, 12. April 2013

Lecceser Pasticiotti


was? wie bitte?

Wir sind in Apulien, genauer gesagt in der schönen Barockstadt Lecce, ganz unten am Stiefelabsatz Italiens.
Pasticiotti könnte ich täglich essen... Es sind süße Mürbeigtörtchen gefüllt mit einer Vanillecreme. In Lecce und der Halbinsel Salento sind sie allgegenwärtig. Angeblich im 16. Jahrhundert von einem Koch erfunden, als er aus den Resten von im Hause vorrätigen Lebensmitteln eine kleine Torte backen wollte. Er nannte sie "Pasticiotti", was soviel wie eine misslungene Sache, die zufällig entstanden ist, bedeutet.
Misslungen schmecken sie natürlich nicht.

Jutta - Lorbeerkrone aus Rom hat das Rezept einmal verblogt:

Unterwegs auf der Halbinsel Salento:
Olivenhaine prägen die karge Landschaft

prähistorische Dolmen
Steilküste und Höhlen

aber auch Sandstrände (mehr als Füße hineinhalten ist noch nicht...)
die ersten Erdbeeren

"unsere" Dachterrasse mitten in Lecce
Hier ließe es sich länger aushalten...